Spiel(t)raum  

Theaterabend von Sascha Malina Hoffmann und Ying Yue  

Vom Spielen auf der Straße – über Sandkästen in den 60er-Jahren – postsowjetische Stadträume, die für kurze Zeit zu unkontrollierten Abenteuerspielplätzen wurden – Dorfspielplätze, auf denen die ersten Zigaretten geraucht werden, wo geknutscht und getrunken wird – Stahlspielplätze in Mittelamerika – Wasserparks und Spielefabriken – jeder hat eine Kindheit.

Mit Spiel(t)raum laden Ying Yue und Sascha Malina Hoffmann in die Spielwelten unserer Vergangenheit und Gegenwart ein. In einer großen Recherche sammeln und verarbeiten sie Geschichten über Spielplätze, andere Orte des Spielens und Kindheit allgemein – und erzählen dabei von den Größen- und Machtverhältnissen, von Migration und Transition, vom Großwerden an verschiedenen Orten, vom Verschieben von Perspektiven und vom Sich-Begegnen. Hier mischt sich Dokumentarisches und Fiktion: Der Raum wird zu einem Spielplatz der Theatermagie, der von den beiden Performer*innen und Theatermacher*innen live bedient wird.

Egal, ob wir selbst viel oder wenig Zeit auf „dem Spielplatz“ verbracht haben – wenn wir uns über die Spielplätze unserer Kindheit unterhalten, landen wir oft schnell tief in der eigenen Vergangenheit. Wir rutschen durch die Zeit an die Orte, an denen wir das erste Mal gelernt haben, die Welt oder uns selbst zu begreifen – und auch in die sozialen Gefüge und Gefühle von damals.


Konzept, Performance, Rauminstallation Sascha Malina Hoffmann, Ying Yue | Dramaturgie / Outside Eye Ruben Müller | Konstruktion Bühnenbild Santiago Doljanin | Booklet Design Seongji Jang


Ying Yue (sie/ihr) wuchs auf dem östlichsten Archipel Chinas auf (Ying ist ihr Familienname). Sie studierte Audiovisuelles Mediendesign an der Chinesischen Hochschule der Künste in Shanghai sowie Bühnenbild & Szenografie an der TU Berlin. Durch ihre Tätigkeiten als VJ, Veranstaltungstechnikerin, Lightoperator und Werkstattleiterin in den Bereichen Performance, Konzert und Installation in Shanghai sammelte sie umfassende Kenntnisse in den Bereichen Digitale Medien und Veranstaltungstechnik. Seit 2019 lebt sie in Deutschland und arbeitet als Bühnenbildnerin, Szenografin und Videokünstlerin. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Identität, sozialer Gerechtigkeit und der Klimakrise. In verschiedenen Kollektiven und eigenen Arbeiten übernimmt sie dabei auch immer wieder inszenatorische, dramaturgische und performative Aufgaben und Rollen. Ihre Arbeiten waren unter anderem an den Münchner Kammerspielen, im Dock 11 Berlin, am Staatstheater Darmstadt, im Thalia in der Gaußstraße sowie am Theaterhaus Jena zu sehen. 

Sascha Malina Hoffmann (they/them) wuchs im Ruhrgebiet auf, studierte Sozialwissenschaften (Ruhr-Universität Bochum) und Regie (Otto Falckenberg Schule, München) und arbeitet in den Bereichen Regie, Dramaturgie, Audiodeskription, Sound und Performance. Inhaltlich beschäftigt sich Sascha Malina mit Archiven, dem Thema Gewalt und damit, wie diese sich in Orte, Sprachen, Gegenstände und Körper einschreibt, sowie mit Fragen nach Widerständigkeit. Dabei sucht they nach offeneren Erzähl-, Begegnungs- und Erinnerungsräume abseits hegemonialer Erzählstrukturen, in denen sich Spieler-, Tänzer-, Techniker*innen und das Publikum bewegen und begegnen. Formal arbeitet they dafür häufig mit digitalen, topographischen und andere mehr-direktionale Dramaturgien und den Erzählmöglichkeiten verschiedener Strategien des Sounddesigns (360 Grad Sound, Mehrkanal-Kopfhörersysteme; Livesampling und -musik; sowie Audiodeskription). Saschas Arbeiten waren am Staatstheater Darmstadt, Berliner Ringtheater, den Münchner Kammerspielen, dem Staatstheater Mainz, sowie auf Festivals wie dem PAD-Festival (Performing Arts & Digitalität), und auf dem Körber Studio Junge Regie 2024 zu sehen, wo deren Abschlussarbeit von der Jury auf die Shortlist der gezeigten Stücke gesetzt wurde. Neben dem Studium war Sascha Malina außerdem Teil des Habibi Kiosk Teams der Münchner Kammerspiele. 


Termine: Fr, 22.05. + Sa, 23.05. | 20:00 und So, 24.05. | 18:00
Ort: PATHOS theater
Dauer: ca. 90 Min.
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere. Der Abend ist bildstark und funktioniert auch für Menschen, die sprachlich nicht alles verstehen.
Tickets: 30 € Support-Ticket | 20 € normal | 12 € ermäßigt | 5 € Mindestpreis 
Klimafolgekosten-Tickets: 32 € Support-Ticket | 22 € normal | 14 € ermäßigt | 7 € Mindestpreis 

Informationen zum Klimafolgekosten-Ticket gibt es hier.

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Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Unterstützt durch Fleetstreet Residency Hamburg.

   

© Fotos: Xu Nana

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