Deine Residenz am PATHOS theater 2026
Als Teil des NFT-Netzwerks sind wir ein Residenzort für die Residenzförderung des Fonds Darstellende Künste.
Alle Informationen zum Förderprogramm findest du auf der Website des Fonds Darstellende Künste
Du möchtest dich mit uns bewerben? Im Folgenden findest du alle wichtigen Infos dazu.
Rahmenbedingungen der Residenz
- Wir vergeben maximal zwei Residenzen
- Dauer: 1–3 Wochen
- Mögliche Zeiträume:
30. März bis 05. April 2026
01. bis 07. Juni 2026
oder nach Absprache
- Nutzung eines Probenraums
- Technisches Equipment nach Absprache
- Die Residenz ist thematisch offen und prozessorientiert, besonders interessieren uns Vorhaben, die sich mit Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit beschäftigen
- Ein öffentliches Showing, Practice Sharing, Lecture oder Workshop ist im Rahmen deiner Residenz möglich.
Organisation & Finanzierung
- Wir können keine Unterkunft in München zur Verfügung stellen, sind aber gerne bei der Organisation behilflich.
- Reisekosten, Unterkunft sowie Künstler*innenhonorare müssen über die Residenzförderung des Fonds Darstellende Künste finanziert werden
Bitte schicke uns bis spätestens 13. Februar 2026 folgende Unterlagen per E-Mail an leitung@pathos.theater
Kurze Skizze des künstlerischen Vorhabens
(max. 1 Seite)
- Kurzbiografien aller Beteiligten mit Hinweisen auf bisherige künstlerische Arbeiten
- Angabe des präferierten Residenzzeitraums
Aus allen eingegangenen Anfragen wählen wir zwei Vorhaben aus und stellen die für den Antrag beim Fonds Darstellende Künste erforderliche Residenzortbestätigung aus.
Anfragen, die nach dem 13. Februar 2026 eingehen, können wir leider nicht berücksichtigen.
Archiv Residenzen
Ausstellungen - Die Kunst der nicht-normativen-Biografien
Eine Recherche des Lift-Kollektivs
Residenz am PATHOS theater vom 03. – 16.11.2025
Während der Netzwerk Freier Theater/FREIRAUM-Residenz wollen wir, das LIFT-Kollektiv - Liv Schellander, Irene Giró, Fia/Sophia Neises und Tanja Erhart - Wege recherchieren, einen kollektiven, barrierefreien, installativen und interaktiven Bewegungs- und Begegnungsraum zu schaffen.
Wir beschäftigen uns mit Biografien aus einer queer*crip*migrantischen Perspektive. Normative Biografien zielen darauf ab, die Lebensgeschichte einer Person in ansprechender Weise darzustellen und ihre Leistungen und ihr Vermächtnis hervorzuheben. Diese Recherche fokussiert sich jedoch darauf, diese Vorstellung in Frage zu stellen und das Publikum durch ein immersives Performance-Format dazu einzuladen, die Erwartungen an Linearität, Logik, Erfolg und Konformität hinter sich zu lassen. Um diesem Ziel näherzukommen, werden wir das Konzept von Norm-Biografie „queeren“ und „crippen“, in dem wir ableistische und queerfeindliche Weltbilder in deren Darstellung gänzlich dezentralisieren.
Unsere Recherchefragen werden wir mit fiktionalen sowie Bedeutung stiftenden Praktiken angehen, mit dem Ziel, nicht-lineare Biografien zu schaffen und normative Lebensvorstellungen auseinanderzunehmen und zu verbiegen, bis die Lücken, das fast Geschehene und das für immer Unmögliche herausgespült wird. Dazu dienen uns unterschiedliche Praktiken, unter Anderem „Choreo-Constellating“ - eine künstlerische Adaption des systemischen Set-ups, auch bekannt als transverbale Sprache, basierend auf Liv Schellanders Recherche und künstlerischer Praxis.
„Choreo-Constellations“ sind lebendige Karten, Sinnesskulpturen und zeitgenössische Rituale, in denen sich ein verkörpertes kollektives Geschichtenerzählen im Moment entfaltet. Im Mittelpunkt steht dabei, dass die Verkörperung ein grundlegendes Merkmal des Denkens und der Beziehung zu unserer Welt ist. Diese performative Aufstellung ähnelt einer Live-Inszenierung eines persönlichen oder kollektiven Systems. Die Künstler*innen werden zu Repräsentant*innen, die Themen verkörpern – wie zum Beispiel eine Fantasie, eine Frage oder eine Ressource.
Da wir erst am Anfang unserer Zusammenarbeit stehen, ist die Möglichkeit ergebnisoffen zu forschen und experimentieren zu können wesentlich. Zudem möchten wir vorrangig mit Theaterinstitutionen arbeiten, die offen für Produktionsprozesse sind, die sich auf die ästhetische Barrierefreiheit spezialisieren. So ein Haus ist das PATHOS theater in München. Daher möchten wir gerne die Chance ergreifen, die Verbindung zu dem Haus im Rahmen der Residenz zu vertiefen.
Weitere Informationen zu den Künstlerinnen:
Gefördert von Fonds Darstellende Künste im Rahmen der Netzwerkförderung.

