• Zwei Personen sitzen einander zugewandt in einem Wohnzimmer‑Setting auf grauen Polstersesseln vor einem dunklen, malerischen Wandbild. Die Person links trägt einen dunklen Hosenanzug mit weißer Bluse und hält eine Kaffeekanne über ein weiß‑goldenes Service, das auf einem runden Tablett auf einem Glastisch steht. Die Person rechts trägt einen kobaltblauen Pullover mit Sternmotiven an den Ärmeln und eine dunkle Hose, sie hält eine weiße Kaffeetasse mit Untertasse in den Händen. Der Raum wirkt warm ausgeleuchtet, die Szene erinnert an ein intimes Gespräch im Salon oder an eine Teestunde in einem klassisch eingerichteten Wohnzimmer.
  • Zwei Personen sitzen auf einem roten Teppichläufer auf einer Holztreppe mit gelb gestrichener Wand und weißem Treppengeländer. Die Person links trägt ein bodenlanges, glitzerndes Kleid mit silbernen Pailletten und hält eine kleine Tasse in der Hand; sie sitzt seitlich auf einer der unteren Stufen. Die Person rechts trägt ein schwarzes, locker fallendes Kleid, gemusterte Strumpfhose mit Zebrastreifen‑Optik und schwarze Stiefeletten und sitzt höher auf der Treppe, eine Tasse vor dem Gesicht. Im Hintergrund ist eine weitere Person nur von der Hüfte abwärts zu sehen, die die Treppe hinaufgeht. Die Szene wirkt wie eine verspielte, leicht glamouröse Kaffeepause in einem alten Theater- oder Stadthaus.

Salon Afterglow  

Veranstaltungsreihe von Team Beige  

Wir feiern Hochzeiten, Abschlussbälle und Housewarming Parties, doch viele Zäsuren im Leben von Frauen bleiben unbeachtet und ungeteilt. Salon Afterglow ist ein freundlicher Raum für alle FLINTA*-Personen, um gesellschaftliche Übergänge zu erkunden, feministische Sichtweisen zu feiern und künstlerische Zugänge zu Care, Arbeit und Körper zu entdecken. Hier öffnen sich Türen zu Übergängen, die wir spüren, aber selten benennen. Expertinnen aus Kunst, Wissenschaft und Praxis bringen ihre Perspektiven ein. Im Anschluss warten Getränke und Snacks. 

Texte, Rituale und performative Momente: Salon Afterglow ist eine Einladung an alle Denkerinnen, Zuhörerinnen, Innehalterinnen, Durchhalterinnen, Ladies. Jeder Salon hat ein eigenes Thema.


Do, 02.04. | 19:00

#01: Die Hüterin der Lücken

Was wäre, wenn die Zahnfee nicht nur zu Kindern käme, sondern auch zu Erwachsenen, die einen Zahn verlieren, der als ein bleibender gewünscht war - und die plötzlich lernen müssen, was ein Implantat kostet, und die Beistand brauchen finanziell wie emotional?  Was, wenn sie dann auftauchte, wenn wir merken: Diese Lücke schließt sich nicht mehr von selbst. Nicht im Mund, nicht im Leben. Im ersten Salon begegnen wir der Hüterin der Lücken. Sie sammelt nicht nur Zähne, sondern auch verpasste Altersgrenzen, zerschlissene Körper(teile), und all die Möglich- und Fähigkeiten, die still verschwunden sind. Bei ihrem Besuch lädt sie uns ein, ihr eine eigene Lücke anzuvertrauen — denn auch das, was fehlt, gehört zu uns.


Do, 30.04. | 19:00 

#02: Den Haushalt verabschieden

Was passiert, wenn ein Kinderzimmer leer wird? Wenn der Napf am Boden stehen bleibt, aber niemand mehr daraus trinkt? Wenn wir zum ersten Mal allein in einer neuen Wohnung schlafen – zwischen Kartons, fremden Geräuschen und leiser Hoffnung? Salon Afterglow lädt zu einem Abend über Abschiede, die kaum jemand feiert und Neuanfänge, die wir oft allein durchleben. Wir teilen unsere leeren Räume mit den Geistern der Verabschiedeten (dem Hund mit der Würde von Hamlets Vater), wir legen den Kopf schief und erinnern uns daran, dass Abschied nie Abwesenheit ist, sondern eine andere Art zu bleiben.


Do, 14.05. | 19:00 

#03: Die Mittel der Frauen

Der erste große Deal, die erste persönliche Pleite, die erste eigene Investition. Was passiert, wenn wir zum ersten Mal Geld in die Hand nehmen, das ganz uns gehört, unser erstes Unternehmen gründen, die erste Insolvenzerklärung unterschreiben, zum ersten Mal in einer Verhandlung sitzen, einen Anlageberater verstehen müssen? Im dritten Salon Afterglow sprechen wir über Geld, Macht und Selbstbestimmung. Gemeinsam erkunden wir die Momente, in denen Geld unser Leben verändert.


Judith Huber ist freischaffende Schauspielerin, Performerin und Autorin mit Musical- und Schauspielausbildung; sie lebt und arbeitet in München. Seit vielen Jahren entwickelt sie Arbeiten zu Identität, Wandel und Gemeinschaft. Huber verbindet in ihrer künstlerischen Praxis Theater, Performance und Schreiben und setzt sich dafür ein, alte Formen neu zu denken.

Eva Löbau ist Schauspielerin, Performerin, Autorin häufig in Sparten übergreifenden Projekten, war Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen. Sie spielt in Film- und Fernsehproduktionen, u. a. Der Wald vor lauter Bäumen von Maren Ade und Knallhart von Detlev Buck. Auch in neueren Projekten wie Das Lehrerzimmer, in Serien wie Familie Bundschuh oder als Tatort-Kommissarin zeigt sie, wie Lebensgeschichten, Alltag und Wandel erzählt werden können. 


Termine: Do, 02.04. + Do, 30.04. + Do, 14.05. + Do, 25.06. + Do, 23.07. + Do, 03.12. | jew. 19:00
Ort: Die Pförtner*in – Pförtnerhaus im Kreativquartier Neuhausen, Dachauer Str. 110a, 80636 München
Dauer: ca. 2 Std. pro Salon
Tickets: Eintritt frei, Anmeldung per Mail an vermittlung@pathos.theater erbeten.

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Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

© Fotos: Daniel Kraus