Battle Tested
Dokumentarische Performance von Christiane Mudra/ investigative theater
empfohlen ab 16 Jahren
Mit Battle Tested folgt Christiane Mudra der Spur disruptiver Waffenentwicklung – von den Anfängen industrialisierter Kriegsführung bis zur jüngsten Ausweitung: dem digitalen Schlachtfeld.
München ist zum investitionsstärksten Standort der europäischen Defense-Tech-Elite geworden. 2030 soll jeder dritte Euro des Bundeshaushalts in Rüstung fließen. Das Label „battle tested" gilt längst nicht mehr nur auf Rüstungsmessen als Verkaufsargument.
Vier Spielerinnen und eine Tänzerin führen das Publikum in wechselnden Rollen durch eine Zeitreise: Sie protzen, verhandeln, provozieren, wägen ab, sie manipulieren, deeskalieren – und demontieren die Inszenierung von Kriegen und Helden.
Es geht um die Faszination von Technologien, um Kriege als Testfeld und die tödlichen Folgen menschlichen Erfindergeistes – um geopolitische Interessen, Rüstungsexporte, Profit, Propaganda, ethische Dilemmata und das Völkerrecht. Und um jene, die am stärksten davon betroffen sind: die Zivilbevölkerung.
Battle Tested basiert auf Online- und Archivrecherchen sowie Interviews mit Expert*innen und Betroffenen aus Konfliktregionen.
Im Zentrum stehen (teil-)autonome Waffensysteme: Entscheidungsprozesse bei deren Einsatz sind kaum berechenbar, der rechtliche Rahmen ist unzureichend geklärt. Doch das digitale Wettrüsten hat längst begonnen.
Wer verwaltet und verantwortet die Risiken?
Was lernt der Mensch aus vergangenen Kriegen?
Regie, Text, Recherche Christiane Mudra | Mit Edith Konrath, Jin Lee, Ivy Lißack, Waki und Maja Zećo | Raum Julia Kopa | Kostüm Sarah Silbermann | Videodesign und Grafik Yavuz Narin | Lichtdesign und technische Leitung Peer Quednau | Mitarbeit Recherche Johannes Gille | Regieassistenz Sasha Schewelew | Produktionsleitung ehrliche arbeit – freies Kulturbüro | PR Simone Lutz | Social Media Casey Tower
Christiane Mudra ist Regisseurin, Autorin, Schauspielerin und Gründerin von investigative theater. Ihre Arbeiten basieren auf journalistischer Langzeitrecherche zu Themen wie Rechtsextremismus, Misogynie und Netzpolitik.
Seit 2013 schreibt und inszeniert sie spartenübergreifende Formate, oft außerhalb klassischer Theaterräume.
Mit freiheit.exe - Utopien als Malware über die ideologischen Rootkits im Silicon Valley knüpfte sie 2025 an ihre Inszenierung BETA an der Deutschen Oper Berlin an.
In München und Berlin zeigte sie u.a. Xploit:s über Ausbeutung im Niedriglohnsektor, The Holy Bitch Project über häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen, Selfie und Ich, einen Abend über psychische Erkrankungen in der Leistungsgesellschaft und Hotel Utopia, ein interaktives Gesellschaftsspiel über den Wert von Pässen. Mit einer Trilogie über rechtsextremistische Kontinuitäten bespielte sie Tatorte im Münchner Stadtraum. Für Kein Kläger führte sie Interviews mit ZeitzeugInnen in Deutschland und Israel, darunter die Staatsanwälte im Auschwitz- und Eichmannprozess.
Von 2013 bis 2018 war sie Beobachterin im NSU-Prozess, in den USA recherchierte sie zur Manosphere und zur Alt Right. Sie war Artist in Residence bei der Biennale in Venedig und inszenierte auf Einladung des Goethe Instituts in Brasilien. Ihr Film The Holy Bitch Project lief auf dem NYC Indie Film Festival.
Christiane Mudra ist Speakerin auf Konferenzen wie dem Chaos Communication Congress und der re:publica Berlin. Ihre Recherchen werden auch in Sachbüchern und Podcasts (Bundeszentrale für politische Bildung u.a.) veröffentlicht.
Termine: Sa, 24.10. | 20:00 + So, 25.10. | 18:00 sowie Di, 27.10. – Sa, 31.10. | 19:00 und So, 01.11. | 18:00
Ort: MUCCA, Schwere-Reiter-Str. 2, 80797 München
Dauer: ca. 2 Std.
Sprache: Deutsch
Tickets: 40 € Support-Ticket | 25 € normal | 15 € ermäßigt | 10 € Mindestpreis | 28 € 4er Abo
Alle Preise beinhalten ein Klimafolgekostenticket. Wird dieses nicht gewählt, reduziert sich der Preis pro Karte um jeweils 2 € bzw. im 4er Abo um insgesamt 8 €. Informationen zum Klimafolgekosten-Ticket gibt es hier.
Das 4erAbo kannst du hier online kaufen. Es ist nicht auf der selben Seite wie Einzeltickets erhältlich. Nach dem Kauf erhältst du zeitnah einen Code, den du vier mal im Ticket-Portal verwenden kannst, um eine Eintrittskarte zu erstehen.
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Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München im Rahmen der Optionsförderung.

© Grafik: Yavuz Narin
Inhaltshinweise
Für Gehbehinderte und Rollstuhl geeignet
Barrierefreiheit auf allen Ebenen
